How to stay over in Dubai





Ort: Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

Monat: September (viel zu heiß...)

Willkommen in Dubai. Diese Reise habe ich vor einiger Zeit gemacht, um einen dort arbeitenden Freund zu besuchen. Quasi ein Wochenendtrip... Zum Glück konnte ich das Wochenende um zwei Tage verlängern, sonst wäre es wohl eher ein Wochenend-Flug mit kurzem Aussteigen um frische Luft zu schnappen gewesen. Man fliegt von Deutschland aus doch mal eben 6 Stunden nach Dubai. Emirates sind eine sehr feine Airline, die ich sofort wieder wählen würde. Sie fliegt einen von Hamburg, Frankfurt oder München nach Dubai an. Und von Dubai aus kommt man dann sehr gut noch viel weiter. Dank das nicht vorhandenen Nachtflugverbots sogar meist direkt im Anschluss. Wer lieber nicht direkt im Anschluss weiter fliegen möchte, sollte einen Abstecher nach Dubai City machen. Für die wenigen Stunden habe ich die wichtigsten Spots hier mal zusammengefasst.

Dubai ist eines von sieben Emiraten der Vereinigten Arabischen Emirate und seine größte Stadt ist Dubai City mit über 2Mio Einwohnern. Sie liegt am Persischen Golf und ist nicht, wie man vielleicht meinen möchte, die Hauptstadt der UAE (United Arab Emirates), dies ist Abu Dhabi. 



Ich habe mal für die UAE (United Arab Emirates auf einer Messe gearbeitet und kannte daher die Musik und die Gerüche des Landes. Die Klänge und Gewürze erzählen von einer langen Tradition und dem Wunsch nach Frieden und Freiheit. Das finde ich sehr schön. 

Unten vor dem Burj Khalifa wurde ein Springbrunnen künstlich (wie alles andere auch) errichtet. Tagsüber möchte man bei 38 Grad am liebsten reinspringen, aber ich glaube, das käme nicht so gut an... (Cave: Es drohen unangenehme Strafen für Dinge, die für uns nicht so dramatisch wären.) Nach Einbruch der Dunkelheit ist der Brunnen mit seinen tausend Düsen Teil einer Touristenattraktion: Wasser, Licht (Burj Khalifa blinkt glitzernd) und Musik ... Ihr könnt euch nicht vorstellen wie schön ich das fand! Die Musik hat mich voll ergriffen und in Gedanken war ich sofort in der endlosen Wüste... 



 



Der Burj Khalifa ist seit 2010 das (noch) höchste Gebäude der Welt (828m) und er ist unglaublich beeindruckend, vor allem von unten und vom Flugzeug aus. Die Fahrt nach oben und der Blick nach unten hat mir dann nicht mehr sehr imponiert, außer der Tatsache das hinter der Stadt abrupt die Wüste beginnt. 
Aber ich habe eine wunderschöne Schneekugel mit dem Turm erstanden. Ist das nicht witzig, dass es man eine Schneekugel aus einem Land mitbringen kann, in dem es nie schneit?

Allein wegen der Wetterlage würde ich die UAE sofort wieder bereisen. Ich habe an keinem Tag ein einziges Wölkchen am Himmel gesehen. Man kann eigentlich das ganze Jahr in die Emirate fahren, außer im Sommer (Juni, Juli, August). Dann ist es zu heiß (50 Grad Celsius sind locker drin) und dann ist auch nix los... März und April sind eigentlich die besten Monate, denn im Januar/Februar sinken die Temperaturen bedenklich unter 30 Grad und es soll sogar mal irgendwann irgendwo geregnet haben.




Es kommt einem manchmal in Dubai so vor, als wenn man gewisse Dinge schon mal gesehen hat... Big Ben? Eiffelturm? Und natürlich auch Restaurants und Hotels. Phasenweise dachte ich, dass ist aber auch ungewöhnlich heiß hier in London.
Ich muss dazu leider sagen, dass hat mir nicht so gut gefallen. Dubai wird unter einem enormen energetischen Aufwand künstlich auf diesen Wüstenboden gepresst. Tag wie Nacht leuchten 1Mio Lampen, kostet ja nix. AUSSEN-Klimaanlagen, damit man, wie in Italien draußen einen Cappuccino (Heißgetränk) genießen kann. Das Öl reicht noch für gut 90 Jahre, aber wäre es nicht viel schöner wenn es mit mehr Nachhaltigkeit für 180 Jahre reichen würde? Das Verhalten dort hat mir zu denken gegeben...



Nein, in Dubai ist nichts alt. 1833 haben sich an der Mündung des Dubai-Creeks Perlentaucher und Fischer angesiedelt. Aber erst 1966 mit Beginn der ersten Erdölbohrungen begann Dubai als Stadt zu entstehen. Dementsprechend ist es eine sehr junge Stadt. Das älteste war Dubai zu bieten hat ist der Souk, der Goldsouk. Ein Markt mit Goldhändlern und auch ein paar anderen traditionellen Angeboten. Ich wäre lieber  auf den Souk nach Abu Dhabi gefahren, wo es mehr Gewürze und Stoffe gibt. Nach Abu Dhabi fährt man ca. eine Stunde. Man kann sehr günstig einen Fahrer mieten und auch Taxi fahren ist nicht teuer. Es sind meist freundliche Inder, die fließend englisch sprechen und das alles für wenig Geld machen. So ein indischer Fahrer wartet auch Stundenlang um einen wieder zurück zu fahren. Diese überaus höflichen Menschen sehen aber selbst ihre Familie aber nur max. nur 1x im Jahr. Es schon wirklich ein tolles Angebot so einen Fahrer nutzen zu können, aber die sozialen Hintergründe sind schon traurig und wir sollten allen Menschen grundsätzlich mit höchstem Respekt begegnen und das Trinkgeld nicht zu knapp bemessen.


Einen solchen Shuttle Service kann man z.B. nutzen um zu den zwischen Dubai und Abu Dhabi sich befindenden Hotels zu fahren. Dort finden im Frühling und Herbst total coole Openair Pool Parties statt. Schaut mal unter: www.timeoutabudhabi.com oder www.timeoutdubai.com.

 
 






Noch ein paar lieb gemeinte Ratschläge, bzw. Info´s für in die UAE Einreisende: 
  • In der Flughafenkontrolle alle Tätowierungen verstecken, sonst werden alle Körperöffnungen nach Drogen durchsucht. Drogen mögen die Emiratis GAR nicht. Es drohen harte Strafen! (Gerüchteweise: Hand ab)
  • Postituierte und Alkohol werden nur für bedürftige Touristen angekarrt und in Hotels ausgegeben. (Ich wunderte mich in einer Hotelbar bis mir mein Bekannter verriet: "ja, du bist die einzige nicht käufliche Frau hier")
  • PDA = public display of affection ist strengstens verboten 🚫 Auch Händchenhalten in der Öffentlichkeit. Nur bei Mutter/Vater-Kind und Mann-Mann ist das erlaubt, dass liegt daran, dass die "Freundschaft" unter Männern einen besonderen Stellenwert hat... 
  • Den Strand mit der großen 38 Grad warmen Badewanne (genannt der Persische Golf) darf man nicht in Badebekleidung verlassen. 
  • Ansonsten darf man aber Schultern und auch Bein zeigen, für eine Kopfbedeckung besteht keine Pflicht.



Und noch mehr schlaue Ratschläge: Entweder immer ein Getränk dabei haben (Kein Witz: Es drohen Kreislaufprobleme wegen Dehydrierung!) oder sich in der Nähe der Dubai Mall aufhalten. Dort herrschen milde Temperaturen. Ich bekomme dann zwar immer beim Wechsel von 38 Grad Außentemperatur auf 21Grad Mall-Klimawandel einen Schnupfen, aber mit Gratis-WLAN in der Mall lässt es sich auch in einer Daunenjacke gut aushalten. 




 
 


Die Wüste hatte auf mich eine ganz besondere Anziehungskraft. Von der Aussichtsplattform des Burj Kalifa aus kann man erkennen, dass Dubai von Wüste umgeben und eigentlich mit viel Kraft auf ihr entstanden ist. Zu zwei Drittel bestehen die Vereinigten Arabischen Emirate aus Wüste. Die bedeutendste sind die nördlichen Ausläufern der Großen Arabischen Wüste (Rub al-Chali). 

Es hielt sich vor meiner Reise lange das Gerücht, ich würde in die Emirate reisen weil ich für 100 Kamele verkauft worden wäre. Nein so war es nicht, es waren viel mehr! 🤣
Ich finde, wenn man in einen Wüstenstaat reist, sollte man auf jeden Fall eine Wüstensafari im Jeep machen. Das ist nicht nur die volle Touristen-Dröhnung, nein es ist wirklich toll. Aber wenn ich euch einen weiteren Rat geben darf: NICHT hinten sitzen. Stichwort: Schiffsschaukel! Die Dame, die ganz hinten saß, musste sich mehrfach übergeben.  Ich saß ganz vorn😃Wir hätten so weiter fahren können bis Qatar.

Die Wüstensafari endet in einem künstlichen Wüstendorf, wo man sich mit Kamelen und Vögeln fotografieren lassen kann, es gibt Souvenirs zu kaufen, was zu essen (u.a. traditionelles Tabuleh), Bauchtanz, man kann Shisha-Pfeife rauchen und sich mit Henna bemalen lassen. Und wie immer kam das Beste zum Schluss: Am Ende der Veranstaltung haben sie das Licht ausgemacht. Und dann lag ich da auf meinem Teppich und schaute in den klaren Sternenhimmel Ein unvergesslicher Moment! 


Best things in life are free.

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